Kinder sind unser Glück

Franziska Reichenbacher im Interview
Sie ist die Lottofee des Samstagabend: Franziska Reichenbacher. Mit einem bezaubernden Lächeln verkündet die gebürtige Mainzerin jeden Samstag gegen 19.50 Uhr in der ARD die Gewinnzahlen der aktuellen Ziehung. Die Journalistin und Fernsehmoderatorin trat 1998 in den Dienst Fortunas. Als viel beschäftigte Lottofee und Moderatorin und Mutter von zwei Kindern verriet sie, wie Familie und Karriere unter einen Hut passen.
Frau Reichenbacher, für Ihre ältere Tochter hat die Schule wieder begonnen. Da kam doch auch für Sie schnell wieder der Alltag zurück, oder?
Ganz schnell... (lacht). Wie bei vielen anderen Familien auch, heißt es bei uns dann früh aufstehen, Frühstück, Schulbrote machen, von der Schule abholen, Mittagessen, Hausaufgaben, abends zeitig ins Bett. Das war in den Ferien schon alles etwas entspannter.
Sie arbeiten als Moderatorin und Lottofee, müssen viele Termine wahrnehmen. Aber Sie sagen auch, wie wichtig Ihnen Familie ist. Wie gut lässt sich beides miteinander in Einklang bringen?
Es ist nicht immer einfach, aber es geht. Ich arbeite sehr viel von meinem Büro von zu Hause aus, z.B. die ganze Korrespondenz, die Koordination und Vorbereitung von Terminen und Sendungen. Das erleichtert einiges. Oft sitzt man aber auch bis spät in die Nacht am Schreibtisch. Dazu kommt, dass ich mit meinem Mann alle Termine abspreche und wir uns die Betreuung der Kinder aufteilen. So ist immer einer von uns für sie da. Ab und zu hilft noch die Oma mit. Uns war es immer wichtig, dass die Berufstätigkeit nicht auf Kosten der Kinder geht. Im Moment bleibt zwar kaum freie, unverplante Zeit übrig, aber das ist halt so, wenn die Kinder noch klein sind und es macht mir nichts aus. So geht es anderen berufstätigen Müttern auch.
Was ist für Sie generell das Wichtigste, was man seinen Kindern mit auf den Weg geben sollte?
Ich glaube, dass jeder Mensch als liebesfähiges, interessiertes und lernbegieriges Wesen auf die Welt kommt. Wenn ein Kind in einer liebevollen Umgebung aufwächst, in der seine körperlichen und emotionalen Bedürfnisse nach Zuwendung und Nähe gestillt werden, hat es sehr gute Chancen auf ein glückliches Leben. Oder, wie es der Dalai Lama formuliert: „Schenkt den Kindern ein Maximum an Zuneigung und Warmherzigkeit, es bringt nicht nur Freude und Sicherheit, es macht einen Unterschied für das ganze Leben.“
Mit verschiedenen Aktionen engagieren Sie sich bereits für gemeinnützige Zwecke. Was treibt Sie dazu an?
Ich finde es einfach wichtig, sich für die Gemeinschaft zu engagieren, sozial und hilfsbereit zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Das kann im Kleinen oder im Großen sein und jeder kann dazu einen Beitrag leisten. Und ich kann meine Bekanntheit nutzen, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen oder um Menschen zu helfen, denen das Glück eben nicht immer hold war.
Wie sieht Ihre Arbeit dafür genau aus?
Ich unterstütze verschiedene karitative Organisationen und Projekte, durch Mitgliedschaften, Spenden oder durch Benefiz-Auftritte. Seit diesem Jahr bin ich Patin für den Rosengarten im Palmengarten der Stadt Frankfurt, der mit großem Aufwand erneuert werden muss und ebenfalls Spenden benötigt. Demnächst unterstütze ich eine Kampagne zum Thema Klimaschutz. Von 2001 bis 2005 war ich als Botschafterin für das Deutsche Kinderhilfswerk aktiv und habe in dieser Zeit zahlreiche Benefiz- und Spendenaktionen für bedürftige Kinder begleitet.
www.franziska-reichenbacher.de




